18. Juni 2021

Der Tag danach: #WOBDSC

Gestern Abend hat sich der VfL Wolfsburg zu einem 2:1 Sieg über Arminia Bielefeld gezittert und damit den ersten Dreier der Saison eingefahren. Der Fußball ist nicht fair und deshalb möchte ich meinen Rückblick aufteilen. Ich fange mit dem schlechten an und steige damit in der 80. Minute ein. In dieser Minute erzielte der Tausendsassa Sven Schipplock den 2:1 Anschlusstreffer und ab dem Moment begann das große Zittern. Die Mannschaft wirkte etwas müde und es wurde nicht mehr so aggressiv angelaufen wie zuvor und jeder Einwurf, Abstoß und Freistoß wurde genutzt, um die Uhr runterlaufen zu lassen. Man konnte es förmlich spüren, dass man diese Führung nur noch über die Zeit retten wollte. Auf Seiten der Gäste war vor allem der Vorbereiter Doan über 90 Minuten auffällig und zeitweise auch der einzige Aktivposten der Gäste. Ab hier beginnt mein zweiter Teil und da möchte ich die Leistung der ersten 80 Minuten erwähnen! Ja, dass Spiel war phasenweise langweilig und nicht schön, aber das lag daran, dass unser VfL den Gästen keinen Raum zum Atmen und Spielaufbau gegeben hat. Das 1:0 war eine Freistoßvariante wie man sie sonst nur von der heimischen Playstation kennt und das 2:0 war das Ergebnis unermüdlichen Pressings. Es war nicht zwingend die Dominanz durch Ballbesitz, aber länger als 2 Sekunden hatten Innenverteidiger oder Torwart selten Zeit, um den Ball zu verarbeiten. Egal welchen Pass die Arminen gespielt haben, es war ein Wolfsburger da, um unmittelbar Druck auf den Ballführenden auszuüben. Ortega musste oft den langen Ball spielen, weil Weghorst ihm auf den Füßen stand. Ich war 80 Minuten lang glücklich, diesem VfL Wolfsburg zuzusehen, vor allem in der zweiten Halbzeit. Hier und da hat der VfL seine Muskeln spielen lassen und es roch stark nach dem 3:0 für die Hausherren. In der 80 Minute fällt dann der Anschlusstreffer und es wurde nochmal zu einer Zitterpartie, aber ich sehe in dem Spiel eine Art Brustlöser. Der Abpfiff wirkte wie ein Befreiungsschlag, weil sich der Aufwand mit knapp 121 km Laufleistung gelohnt hat und man sich auch selbst belohnen konnte. Der heutige Sieg war ein Mannschaftssieg, alle haben alles gegeben und man hätte das Spiel auch früher für sich entscheiden können, die Chancen dafür gab es zu genüge. Wenn man die Leistung der ersten 80 Minuten über 90 Minuten bringen kann, dann wird es eine tolle Saison für alle die es mit den Grün-Weisen halten!

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