20. September 2021

Gegnervorschau: #WOBSGE

Das nächste Bundesliga Wochenende wirft seine Schatten voraus und wie in unserem Nummer9-Podcast bereits besprochen, wartet am Freitag die Frankfurter Eintracht in der heimischen VW-Arena auf die Wölfe. Wie schon gegen Bremen bekommt man es auch im Duell mit den Hessen mit einem unangenehmen und nicht besonders gern gesehenen Gast zu tun: Mittlerweile wartet man seit Dezember 2016 auf einen Heimsieg gegen die Adler – wohingegen man die letzten vier Auswärtsspiele in Frankfurt allesamt für sich entscheiden konnte. Es gilt also dieser Durststrecke ohne Heimsieg ein Ende zu setzen und die eigene, aktuelle Siegesserie in Heimspielen fortzusetzen. Blicken wir daher nun auf unseren kommenden Gegner: Eintracht Frankfurt. 

Der Saisonstart

Mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen startete man erstaunlich positiv in die neue Spielzeit: ein Remis gegen Aufsteiger Bielefeld und zwei Siege gegen Hertha und Hoffenheim sorgten für einen gelungenen Saisonstart. Seit dem 03. Oktober und dem 2:1-Sieg über die TSG wartet man jedoch mittlerweile auf den nächsten Saisonsieg. Unentschieden gegen Köln, Bremen, Stuttgart, Leipzig, Union und zuletzt dem BVB stehen einer Niederlage gegen die Bayern (0:5) gegenüber. Unterm Strich ergibt das für die Hessen Platz 9 mit einer Ausbeute von 13 Punkten. Ähnlich wie im Duell mit dem BVB zeigt sich Frankfurt über weite Strecken der Saison äußerst inkonstant und verschläft Phasen eines Spiels teilweise, um sich dann plötzlich einem Rückstand ausgesetzt zu sehen. Gegen Union Berlin lag man beispielsweise bereits nach sieben Minuten mit 0:2 im Rückstand, konnte jedoch die Partie zunächst noch drehen, ehe man einen späten Ausgleich bekam. Ähnlich die Situation beim Gastspiel in Stuttgart. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter scheint durchaus in der Lage zu sein fußballerisch für Akzente zu setzen und auch mit den oberen Teams der Tabelle mithalten zu können. Einzig und allein die Ergebnisse stimmen noch nicht. Somit scheint Eintracht Frankfurt derzeit noch etwas schlechter in der Tabelle zu stehen, als es die Leistungen vermuten lassen. Unterschätzen darf man die SGE daher unter keinen Umständen. 

Die Form

Um die Form der Eintracht beurteilen zu können, wagen wir einen Blick auf die letzte Partie am vergangenen Samstag gegen den BVB. In der ersten Halbzeit sorgte man offensiv für Gefahr und konnte sogar den Führungstreffer erzielen. Defensiv ließ man gegen den BVB zwar einige Chancen zu, wusste jedoch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Ein ganz anderes Bild zeigte sich schließlich in Halbzeit zwei: den letzten Frankfurter Torschuss zählten die Statistiker in der 37. Minute. 0:6 lautete das Torschussverhältnis in der zweiten Hälfte der Partie zuungunsten der SGE. Fast zwangsläufig fing man sich den verdienten Ausgleichstreffer und konnte von Glück reden, einen Punkt aus dem Spiel mitzunehmen. 

Die Unachtsamkeit und Inkonstanz der Frankfurter Mannschaft scheint eine große Schwäche zu sein, lässt jedoch auch jedes Spiel wie eine Wundertüte daherkommen. Gelingt es den Gästen am Freitagabend die in mehreren Spielen gezeigten ansprechenden Leistungen über 90 Minuten abzurufen, könnte man die eigene Sieglos-Serie durchaus beenden und beim Gegner anwachsen lassen.

Auf wen kommt es an?

Die Zeit der Büffelherde ist längst vorbei, mittlerweile prägen andere das Spiel der Eintracht: Kamada, Silva, Rode und Hinteregger sind die zentralen Säulen und können sowohl offensiv als auch defensiv ein Spiel entscheiden. Besonders Kamada ließ seine Fähigkeiten bereits im Rückspiel der letzten Saison durchblicken, als der Japaner den späten Siegtreffer der Gäste erzielte. 

Ohne die Unterstützung der 12.000 (plus x) Auswärtsfans (schenkt man gewissen Sozialen Medien Glauben), ist die SGE am Freitagabend im Hexenkessel VW-Arena ganz auf sich allein gestellt. Dass die Mannen von Adi Hütter damit umgehen können, haben sie bereits in der letzten Saison gezeigt. Ein ähnliches Spiel dürfte uns auch am Freitag erwarten – wenig Chancen & eine defensive Frankfurter Mannschaft mit dem Hang zum Konterspiel. Einzig das Endergebnis dürfte aus unserer Sicht gern genau andersrum sein. 

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