20. September 2021

Gegnervorschau: #WOBSVW

Am Freitag um 20:30 Uhr empfängt der VfL Wolfsburg den SV Werder Bremen in der heimischen Volkswagen Arena. Werder Bremen hat mit dem überraschenden 1:1-Unentschieden in München für Aufsehen gesorgt, da es der erste Punkt der Bremer gegen den FC Bayern München seit über 10 Jahren war. Auch sonst ist Werder mit zwei Siegen, fünf Unentschieden sowie einer Niederlage gut in die Saison gestartet, wobei die letzten fünf Begegnungen alle lediglich 1:1 endeten. Mit der Rettung in letzter Sekunde durch einen Sieg in der vergangenen Relegationsrunde gegen Heidenheim, kann man aus Sicht der Bremer durchaus von einem gelungen Saisonstart reden. Dennoch dürften die bevorstehenden schweren Wochen mit Spielen gegen Wolfsburg, den VfB Stuttgart, RB Leipzig und dem BVB auch für die Bremer ein nächster Härtetest sein. Umso wichtiger scheint die Partie gegen die Wölfe am kommenden Freitag.  

Die Saison begann für Bremen alles andere als gut, als man im heimischen Weser-Stadion Hertha BSC mit 1:4 unterlag. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt rappelte sich jedoch auf und sammelte Pünktchen um Pünktchen. Das 1:1 in München vom vergangenen Samstag lässt die Bremer ein klein wenig stärker wirken als sie es tatsächlich sind. Generell sind Spiele gegen die Bayern häufig bis zu einem gewissen Grad außerhalb der Wertung zu betrachten, sowohl in die Richtung einer nicht zwingend richtungsweisenden, hohen Niederlage, als auch in Sachen Überraschungen, womit ich die Leistung der Bremer nicht schmälern möchte. Bremen hat sehr glücklich 1:0 gegen Bielefeld gewonnen und der zweite Sieg der Saison gegen Schalke 04 war eher ein Produkt der fehlenden Qualität der Schalker als Lohn der guten Bremer Arbeit. In den übrigen Spielen lautete das Endergebnis stets 1:1-Unentschieden (fast schon Martin Schmidt´sche Züge). Die Bremer kommen in dieser Saison mehr über das Spiel gegen den Ball als über das Spiel mit dem Ball – vor allem letzteres ein großes Manko in der letztjährigen Fast-Abstiegs-Saison. Als weiteres Beispiel Bremer Weiterentwicklung im Vergleich zur letzten Saison ist die Schwäche nach Standards anzuführen, welche in dieser Saison nicht mehr zu beobachten ist. Offensiv wird Niklas Füllkrug schmerzlich vermisst, auch wenn Sargent zuletzt einen guten Ersatz für Niklas „Lücke“ Füllkrug bot. Bremen hat definitiv einen Schritt nach vorne gemacht, aber der bisherige Spielplan meinte es gut mit den Bremern und dürfte seine Anteile am derzeitigen tabellarischen Höhenflug der Werderaner haben. Dennoch: auch gegen vermeintlich schwächere Gegner muss man erst einmal punkten. 

Von Bremen können wir ein defensives 3-4-2-1 erwarten, was auch den Fokus auf die defensive unterstreicht. Zudem fällt offensiv vor allem Bittencourt durchweg positiv auf, während sein Flügelpartner Milot Rashica erst auf zwei Einsätze in dieser Saison kommt. Erst platze der Wechsel im Sommer, anschließend bekam er ein wenig Zeit für sich und dann bremsten ihn auch noch muskuläre Probleme aus. Nach einem eher lustlosen Auftritt gegen den 1.FC Köln, folgte ein solider Auftritt in München. Die kreativen Spieler Bittencourt und Rashica und die defensive Ausrichtung mit dem 3-4-2-1 ist die Stärke von Werder Bremen und wäre dann mit einem Goalgetter wie Füllkrug noch gefährlicher, obwohl Ersatzmann Sargent seinen Job sehr gut macht. Werder Bremen ist in meinen Augen eines der besseren Teams aus dem Bundesliga-Mittelfeld, aber sollte für den VfL Wolfsburg ein machbarer Gegner sein, besonders in einem Heimspiel. An dieser Stelle möchten wir noch einmal Werbung für unseren Nummer 9 Podcast machen. In der derzeit aktuellen dritten Folge haben wir unteranderem auch unsere Tipps für das Spiel zum Besten gegeben. Dies und noch vieles weiteres wie unsere Einschätzungen zum Auftritt der Wölfe gegen Schalke oder unsere TOP-3 VfL-Erlebnisse on Tour mit den Wölfen erfahrt ihr überall wo es Podcasts gibt oder auf unserer Website unter dem Menü „Podcast“ – viel Spaß! 

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