18. Juni 2021

Gegnervorschau: #WOBTSG

Am Sonntag den 08.11.2020 empfängt der VfL Wolfsburg die TSG aus Hoffenheim um 15:30 Uhr in der Volkswagen Arena. Auch wenn die im Vorfeld der Partie getätigten Aussagen sowohl von Trainer Glasner als auch von Schmadtke kein gutes Licht auf die zwischenmenschliche Ebene in der Führungsetage der Wölfe werfen, möchten wir uns zunächst auf das bevorstehende Heimspiel konzentrieren. In unserem Podcast werden wir intensiv über die Situation um Glasner und seinen Trainerjob diskutieren – die zweite Folge haben wir ab Montag, 00:01 Uhr für euch! Unter diesen Voraussetzungen sicherlich eine äußerst spannende Folge! Aber jetzt erst einmal back to Business.

Nun also Hoffenheim; das Team, welches die Wölfe am letzten Spieltag der vergangenen Saison noch auf den (zurecht) ungeliebten siebten Tabellenplatz verdrängen konnte. Während die Gäste auf einen guten Start in den europäischen Wettbewerb zurückblicken können (erst am Donnerstag 5:0-Sieg über Liberec), befindet man sich in der Bundesliga in einem ersten kleinen Formtief. Der letzte Bundesligasieg datiert vom zweiten Spieltag gegen Bayern München, seitdem gab es nur noch einen Punkt gegen den SV Werder Bremen. Ansonsten konnte die TSG nur am ersten Spieltag dreifach punkten, als Andrej Kramaric im Alleingang den 1. FC Köln niederringen konnte. Im DfB-Pokal entging man im Elfmeterschießen dem Fehlstart gegen den Chemnitzer FC. Die bisherigen Ergebnisse werden niemanden so richtig zufrieden stellen können. Also alles wie immer bei der TSG Hoffenheim? Unter Neu-Coach Sebastian Hoeneß (zuvor Bayern II) muss man der Mannschaft sicherlich ein wenig Umgewöhnungs-, und dem Trainerteam um Hoeneß Eingewöhnungszeit zugestehen. Dennoch bleibt auch ein Hoeneß-Hoffenheim in seiner Spielanlage und seiner offensiven Gefährlichkeit ein Gegner auf Augenhöhe für unsere Wölfe.

Der Kader

Hoffenheim hat einen spannenden Kader, der vor allem mit seiner Breite und einem gesunden Mix aus Erfahrung und Jugend glänzt. Die TSG hat viele erfahrende Spieler, welche mit einigen jungen Talenten zusammen die Mannschaft auch nachhaltig erfolgreich formen sollen. Der Mix scheint in Hoffenheim Früchte zu tragen, auch wenn man diese Saison noch nicht so richtig Fahrt aufnehmen konnte. Bei Hoffenheim kommt man nicht an der Personalie Andrej Kramaric vorbei, welcher nach überstandener Corona-Erkrankung wieder zur Verfügung stehen könnte, auch wenn dies eher als unwahrscheinlich gilt. Dieser Andrej Kramaric stand bisher nur 3-mal auf dem Platz in dieser Saison, aber konnte bereits 6 Tore erzielen. Ansonsten sind Florian Grillitsch und Diadie Samassekou zu erwähnen, als zwei der besseren 6er in der Bundesliga, welche durch Verletzungen oft unter dem Radar fliegen. Auf diese Spieler wird zu achten sein.

Ein weiterer Punkt ist die Belastung des Hoffenheimer Kaders. Es folgten zuletzt zwei englische Woche aufeinander, diese Intensität geht auch an dem breiten Kader der Kraichgauer nicht vorbei. So fallen für das Duell gegen den VfL sicher aus die Spieler Bicakcic, Skov, Posch, Stafylidis & Geiger. Wie oben bereits angedeutet scheint ein Einsatz von Kramaric eher unwahrscheinlich zu sein, ebenso wie Einsätze von Adams und Kaderabek. Viel Fantasie wird also benötigt, um die erste Elf der TSG vor dem Duell am Sonntag vorauszusagen. 

Eindruck und Form

Die Hoffenheimer sind nicht unbedingt gut in die Bundesliga-Saison gestartet. Der neue Trainer muss seine Ideen noch einbringen und in den Köpfen der Spieler festigen, dafür benötigt er Zeit und ausreichend Trainingsarbeit. Und diese fehlte bis her. Ähnlich, wie für die Wölfe in der letzten Saison, ist die Belastung durch die Europa Leauge hoch und es gibt wenig Zeit neue Spielideen oder gar Systeme einzuüben. Es gibt viele gute Ansätze bei den Hoffenheimern zu sehen, aber die letzte Überzeugung fehlte bisher, außer in dem Duell mit den Bayern. In der bisherigen Saison ist man von den Leistungen von Andrej Kramaric abhängig – am Sonntag könnte dies ein Problem werden. Eine gute Leistung der Hoffenheimer reicht zurzeit nicht für drei Punkte, ob die Ersatzgeschwächten Gäste jedoch die Unruhen im Wolfsburger Umfeld ausnutzen können, bleibt abzuwarten. 

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