18. Juni 2021

Gegnervorschau: #WOBVfB

Die Süddeutschen Wochen für die Wölfe gehen weiter: am Sonntag um 18 Uhr erwartet man in der heimischen VW-Arena den VfB Stuttgart zu einem enorm wichtigen Jahresabschluss. Die Schwaben zeigen in der bisherigen Saison vor allem auswärts sehr starke Leistungen, vor allem das 5:1 in Dortmund sorgte vielerorts zurecht für Beachtung. Auf was sich die Wölfe einstellen müssen, wollen wir in der heutigen, knackig kurzen Gegnervorschau beleuchten.

Der Saisonverlauf

Erst zweimal mussten sich die Schwaben in der diesjährigen Bundesliga-Saison geschlagen geben: zum einen zog man zu Beginn der Saison im ersten Heimspiel der Saison gegen den SC Freiburg mit 2:3 den Kürzeren, zum anderen war der FC Bayern Ende November noch eine Nummer zu groß für den Aufsteiger, dennoch hielt man gegen den Rekordmeister über lange Strecken stark Paroli. Somit steht man nach 12 Spieltagen mit satten 18 Punkten auf dem 8.-Tabellenplatz in Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen. Mit einem Auswärtssieg am Sonntag bei den Wölfen könnten die Schwaben punktemäßig mit dem kommenden Gegner sogar gleichziehen und auf einem europäischen Platz überwintern – eine Jahresabschlusstabelle, die sicherlich alle Stuttgarter vor Beginn der Saison ohne zu zögern unterschrieben hätten. 

Das neue Jahr beginnt & bzw. die Hinrunde beendet man mit Duellen gegen die Topmannschaften aus Leipzig & Gladbach und Auswärtsspielen in Augsburg und Bielefeld. Zeigen die Schwaben auch in den folgenden Spielen ähnlich ansprechende Leistungen wie zuletzt, scheint der Mannschaft nach oben keine Grenzen gesetzt. 

Die Form

Zu einem der in dieser Saison sicherlich beeindruckendsten Auftritte der Stuttgarter zählt sicherlich der furiose Auswärtssieg in Dortmund beim BVB. Sichtlich ausgelaugte Dortmunder wurden von den Schwaben zum Teil vorgeführt, das Chancenverhältnis von 2:10 spricht Bände. Aus einem 3-4-3 System heraus besticht der Stuttgarter Spielstil vor allem durch enormes Tempo auf den Flügeln und im Sturmzentrum. Sicherlich einer der Spieler der Stunde scheint der junge Silas Wamangituka zu sein. Der 21-jährige Kongolese kam 2019 aus der zweiten französischen Liga vom FC Paris zu den Schwaben und konnte in seinen ersten 12 Bundesligaspielen mit sieben Treffern bereits genauso viele erzielen, wie in 29 Zweitligaspielen zuvor. Behält Wamangituka seine derzeitige Quote bei, landet der pfeilschnelle Stuttgarter Außenstürmer am Ende der Saison bei knapp 20 Saisontreffern – eine Lebensversicherung für die Schwaben und sicherlich ein Transferziel für den ein oder anderen Bundesligisten. 

Das letzte Bundesligaspiel sorgte für ein bekanntes Bild der derzeitigen Stuttgarter Bundesligasaison: im Heimspiel gegen Union Berlin kam man trotz spielerischer Überlegenheit nur zu einem Punkt, wenngleich sogar dieser erst äußerst spät im Verlauf der Partie zustande kam (Doppelpack von Kalajdzic in den Minuten 85 und 90). Die Schwaben zeigen in dieser Saison zwei Gesichter: ein überzeugendes mit starken Auftritten in der Ferne (Auswärtstabelle: Platz 2, 4-2-0, 14 Pkt.) und ein eher schwaches Gesicht in den Heimspielen (Heimtabelle: Platz 15, 0-4-2, 4 Pkt.). Die Wölfe müssen also gewarnt sein vor den pfeilschnellen, auswärtsstarken Stuttgartern.  

Prognose

Bleibt Stuttgart seinen starken Auswärtsauftritten treu, wartet am Sonntag ein echter Härtetest auf die Wölfe. Die defensiv sicherlich auch anfälligen Schwaben, bestechen vor allem auswärts mit einem starken Offensivspiel. Besonders die schnellen Außenspieler dürften alles von unserer Defensive abverlangen. Welche Auswirkungen zudem die erste Saisonniederlage der Wölfe in München hat, werden wir sicherlich auch in unserer neuen Podcast Folge am Montag diskutieren. Alles in allem sollte die Wölfe von der hohen Dortmunder Heimniederlage gegen den VfB gewarnt sein und nicht den Fehler machen, den Aufsteiger zu unterschätzen. In jedem Fall wird es ein echter Charaktertest für die Wölfe – Ausgang komplett offen. 

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