18. Juni 2021

Kurz-Rückblick: #WOBDESNA

Nach weitgehend zähen 90 Minuten steht der VfL in den Play-Offs der Europa League Qualifikation. Am Donnerstagabend setzten sich die Wölfe letztlich verdient mit 2:0 (1:0) durch, auch wenn der ukrainische Gegner, der FK Desna, sich als ernstzunehmender Gegner herausstellte.

Spielbericht

Trainer Oliver Glasner deutete bereits auf der Pressekonferenz vor dem Spiel an, dass auch der junge Omar Marmoush für die erste Elf, z. B. Als Option für den vakanten Posten des Rechtsverteidigers, in Frage käme. Auf dieser Position lief letztlich wie schon gegen Leverkusen erneut Renato Steffen auf, dennoch kam der junge Marmoush auf Rechtsaußen zu seinem Startelf-Debüt für den VfL. Des Weiteren rückte Kapitän Guilavogui wieder in die Innenverteidigung neben Neuzugang Lacroix.

Eine der ersten Offensivaktionen führte in der 16. Minute zum 1:0 der Wölfe: eine Ecke von Mehmedi kann der 1,70-Mann Renato Steffen noch vor dem ersten Pfosten in an die Fünfmeter-Linie verlängern und bedient damit Guilavogui mustergültig, der Kapitän muss den Ball schließlich nur noch über die Linie drücken. Folglich blieben die Offensiv Bemühungen der Wölfe zu unpräzise und strahlten nur wenig Gefahr aus. Vielmehr wussten die Gäste die Räume konsequent dicht zu halten und fanden durch die eigene Defensive Sicherheit auch den Mut, selbst den ein oder anderen gefährlichen Angriff zu fahren, letztlich ohne Erfolg – Halbzeit.

Kurz nach Wiederanpfiff war Keeper Casteels schließlich geschlagen, konnte sich jedoch bei Guilavogui bedanken, der auf der Linie einen Abschluss aus spitzem Winkel auf der Linie klären konnte. Die größte Chance auf den Ausgleich für die Gäste (47.). Das Spiel bestach in den ersten 20 Minuten durch zahlreiche kleine Fouls und einigen gelben Karten. Eine gelbe Karte zu viel holte sich Joonas Tamm auf Seiten der Gäste ab, sah er in der 57. Minute zunächst gelb und nur drei Minuten später für ein weiteres Foul die Gelb-rote Karte. Desna fortan nur noch zu Zehnt und die Offensiv Bemühungen der Gäste verstummten prompt.

Eine Schrecksekunde gab es für die Wölfe in der 62. Minute, als Innenverteidiger Lacroix mit muskulären Problemen vorzeitig ausgewechselt werden musste und durch John Brooks ersetzt wurde. Ein Einsatz des Franzosen gegen Freiburg am Sonntag wackelt ebenso wie der von Josip Brekalo, den Kroaten plagen Fußschmerzen, weshalb der U21-Nationalspieler für das Spiel gegen Desna gar nicht im Kader stand, so Trainer Oliver Glasner nach der Partie am Donnerstag.

Die Überzahl brachte den Wölfen Ballbesitz und Sicherheit, echte Zweifel am Weiterkommen musste man nach dem Platzverweis nicht mehr haben. Den Schlusspunkt zum 2:0 setzte der eingewechselte Ginczek nach feiner Kombination in der 92. Minute.

„Egal wie, Hauptsache weiter“…

…sollte das Leitmotiv für die gesamte Europa League-Qualifikation sein. Erreicht man am Ende die Gruppenphase, fragt keiner mehr nach dem „Wie?“. Die größte Hürde müssen die Mannen von Oliver Glasner jedoch noch nehmen: am kommenden Donnerstag geht es in die griechische Hauptstadt Athen, zum AEK Athen. Eine gewissermaßen unangenehme letzte Hürde, die jedoch übersprungen werden muss, will man in die Gruppenphase. Die sowohl gegen Desna als auch zuvor gegen Kukesi gezeigten defensiven Unachtsamkeiten, dürften die Griechen wesentlich konsequenter zu nutzen wissen. Am Ende zählt jedoch nicht das „wie“, sondern das Weiterkommen. Es bleibt also spannend.

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