20. September 2021

Rückblick: #AEKWOB

AEK Athen zieht nach einem 2:1 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg in die Gruppenphase der UEFA Europa League ein. Ein bescheidener Auftritt der Glasner-Elf reichte schlussendlich nicht aus und wurde erst spät im Spiel bestraft.

In der Anfangsphase zog sich Athen zurück und überließ Wolfsburg den Ball, leider können die Wölfe damit nicht viel anfangen. Lediglich in der achten Minute ging der Puls etwas hoch, als der früh gelb-rot gefährdete Schlager einen schönen Steilpass auf Otavio spielte. Panagiotis Tsintotas passte jedoch auf, indem er aus dem Tor eilte und Otavio keine Zeit ließ den Ball zu verarbeiten. Nicht viel, aber ein vielversprechender Anfang. AEK steht in der eigenen Hälfte defensiv in einer 4-5-1 Formation, entsprechend kompakt stehen die Griechen und verschieben auch immer anständig entsprechend der Laufrichtung des Balles. Mit Begunn der 10. Minute entschlossen sich die Gastgeber auch mit dem Ball zu spielen, wirklich gefährlich wurde es jedoch nicht. In der 18. Minute zeigte der portugiesische Referee zur Verwunderung Aller auf den Elfmeterpunkt: es gab einen fragwürdigen Elfmeter für den AEK Athen. Aber dank Casteels-Vertreter Pervan wird über den Elfmeter im Nachhinein nicht groß zu sprechen sein. Petros Mantalos schießt und Pervan taucht aus seiner Sicht in die linke untere Ecke ab und hält den Elfmeter. Anschließend verflachte das Spiel, das Team in Ballbesitz ließ den Ball zirkulieren, die verteidigende Mannschaft verschob entsprechend. Generell kam nur dann Tempo im Spiel auf, wenn ein langer Ball auf Roussillon gespielt wurde. Beim dritten langen Ball wurde Brekalo mit eingebunden und folglich klingelt es auch im Kasten der Athener. Der Kroate konnte sich durchsetzen und spielt einen Pass quer durch den Strafraum auf Mehmedi, welcher auf Höhe der Sechszehnerkante abschließen kann und das wichtige 1:0 erzielte. Mit diesem Ergebnis wurde auch die erste Halbzeit beendet. Zu meiner Verwunderung gibt es in Griechenland scheinbar noch den Baumarkt „Praktiker“ und dort gibt es sogar 40% auf alles, außer Tiernahrung – versteht sich von selbst. In der 60. Minute hatten die Athener nach Fehler von unserem Kapitän die „größte Chance“ zum Ausgleich. Der Querpass zum Einschuss bereiten Oliveria konnte vom erneut starken Lacroix noch verhindert werden. Fünf Minuten später sah es anders aus und dann zappelt der Ball im Tor der Wölfe nach Abschluss von Andre Simoes. Aus dem nichts, aber sehenswert! (An dieser Stelle möchte ich den Kommentator, Thomas Herrmann, erwähnen und ihm für die regelmäßige Erwähnung der Wechselgerüchte um Weghorst gen London zu danken. Bei Sport1 hat sich der anbahnende Transfer von Vinicius wohl noch nicht herumgesprochen.) Ansonsten blieb das Spiel auf überschaubarem Niveau. In der 94. und zugleich letzten Minute zerstörte Karim Ansarifard die Wolfsburger Europa Träume, als er das goldene Tor für die Griechen schoss. Auch wenn die Griechen nicht wesentlich zielstrebiger oder torgefährlicher waren und man auch nicht von einem verdienten Sieg sprechen kann, war der Auftritt der Wölfe zu mager. Bitterer Abend für die Wölfe in Athen.

Für die Wölfe geht es folglich nur noch in zwei Wettbewerben um Titel. In einem der beiden geht es am Sonntag um 15:30 Uhr gegen den FC Augsburg wieder um Punkte. 

Zeit für Wiedergutmachung. 

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