18. Juni 2021

Rückblick: #WOBB04

Am Ende trennten sich der VfL Wolfsburg und Bayer 04 Leverkusen zum Abschluss des 1. Spieltags der neuen Bundesliga-Saison schiedlich friedlich mit 0:0 (0:0). Die insgesamt 500 Zuschauer in der Volkswagen-Arena sahen ein zeitweise munteres Fußballspiel, am Ende ließen jedoch beide Teams den letzten Willen auf die ersten drei Punkte der noch jungen Saison vermissen. 

Spielhöhepunkte

Wölfe-Trainer Oliver Glasner veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Europa League-Quali Spiel gegen Kukesi auf insgesamt drei Positionen: für Klaus und Otavio (beide Ersatzbank) sowie Kapitän Guilavogui (Gelb-Rot-Sperre aus der letzten Saison), liefen Brooks, Rousillion und Joao Victor auf. Auf Seiten der Werkself aus Leverkusen blieb mit Patrick Schick der prominenteste Neuzugang der Gäste von Beginn an erst einmal nur der Platz auf der Bank. 

Die erste Offensivaktion ließ bis in die 25. Minute auf sich warten, als der junge Florian Wirtz keine 10 Meter halblinks vor dem Kasten von Koen Casteels auftauchte und im letzten Moment noch entscheidend von dem starken Bundesliga-Debütanten Maxence Lacroix am Torerfolg gehindert werden konnte. Die Wölfe meldeten erste Ansprüche auf einen eigenen Treffer gleich im Doppelpack an. In der 32. Minute zirkelte zunächst Maximilian Arnold eine Ecke direkt an den Außenpfosten und nur zwei Minuten später setzte Jay Brooks einen Kopfball aus nur wenigen Metern über den Kasten der Gäste – Großchance vertan! Mit dem torlosen Unentschieden ging es konsequenter Weise auch in die Halbzeitpause. 

Die zweite Hälfte brauchte ähnlich wie die erste eine gewisse Anlaufzeit. In der 57. Minute lag der Ball allerdings plötzlich im Tor der Leverkusener, als ein scharfer Steilpass von Steffen aus der eigenen Hälfte den startenden Joao Victor fand, der wiederum den mitgelaufenen Admir Mehmedi bediente – das (vermeintliche) 1:0. Die Freude währte jedoch nur sehr kurz, stand der Vorlagengeber Victor nämlich mit dem großen Zeh im strafbaren Abseits. Auf der anderen Seite parierte erst Casteels gegen Diaby (64.) und scheiterte schließlich auch der eingewechselte Schick per Kopf. In den äußerst zerfahrenen Schlussminuten konnte kein Team strukturierte Angriffe vortragen – folglich bleib es beim durchaus gerechtfertigten torlosen Remis. 

Weghorst ein Fremdkörper

Letztlich konnte sich kein Wolfsburger in die Torschützenliste eintragen. Einer, der vor jeder Partie zu den Kandidaten für einen Treffer gehört, ist zweifelsohne Wout Weghorst. Doch im heutigen Spiel gegen Leverkusen wirkte der Niederländer wie ein Fremdkörper im Spiel der Wölfe. Zu fahrig, technisch zu überhastet und im Pressingverhalten eher indisponiert, befeuert die Wolfsburger Nummer 9 die aufkeimenden Wechselgerüchte um seine Person. So meldete der englische „Telegraph“, dass die Spurs an einer Verpflichtung interessiert seien und Weghorst gern als Back-Up für Harry Kane in ihren Reihen hätten. Bis zum 5. Oktober haben die deutschen Vereine noch Zeit, Spieler zu verpflichten. Es ist nahezu undenkbar, dass die Wolfsburger Verantwortlichen einen Weghorst blindlinks abgeben, ohne einen adäquaten Ersatz in der Hinterhand zu haben. Dennoch dürfte ein Angebot in der Region von über 30 Millionen Euro auch für die Wolfsburger nur schwer abzulehnen sein. Ausgang offen, die Tendenz deutet jedoch auf einen Abschied des torhungrigen Niederländers hin.   

Wie geht’s weiter?

Für die Wölfe geht es am kommenden Donnerstag gleich weiter mit einem Heimspiel. In der heimischen VW-Arena wartet in der 3. Runde der Europa League-Qualifikation der ukrainische Vertreter Desna Tschernihiw (Anstoß 20:15 Uhr, live auf Sport1), ehe es am Sonntag drauf auswärts gegen den SC Freiburg geht.  

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