14. April 2021

VfL-Vorschau: #BMGWOB

Die Länderspielpause ist für die Wölfe vorbei und in der Liga wartet ein schwerer Brocken auf die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner: es geht auswärts gegen Borussia Mönchengladbach. Mehr über den kommenden Gegner erfahrt ihr in unserer Gegnervorschau, für dieses Spiel verfasst von André. Hier geht’s zur Gegnervorschau 👇🏼

In der neu geschaffenen VfL-Vorschau möchten wir den Fokus voll und ganz auf die Mannschaft richten und euch die wichtigsten Informationen im Vorfeld der anstehenden Partie mit auf den Weg geben. Viel Spaß dabei! 

Form

In Mönchengladbach haben die Wölfe wohl letztmalig die Chance einen kompletten Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison noch abzuwenden. Aus den ersten drei Spielen konnten nur drei Punkte geholt werden, zudem klemmt es in der Offensive gewaltig: ein Tor von Josip Brekalo blieb bisher der einzige Grund zum Jubeln für die VfL-Anhänger. Zur ganzen Wahrheit gehört natürlich auch, dass man bisher lediglich einen Gegentreffer hinnehmen musste. Besonders in den beiden Heimspielen zeigte sich die Defensive äußerst sattelfest, im bisher einzigen Auswärtsspiel in Freiburg profitierte man schlussendlich vor allem von der Abschlussschwäche der Breisgauer. 

Die anstehenden Spiele im Oktober, begonnen mit dem Auftritt gegen Mönchengladbach, läuten eine erste wichtige Phase in der Saison ein. Schließlich gewinnt die Tabelle von Spiel zu Spiel an Aussagekraft und die ersten Lücken im Tableau dürften nicht gerade zur Steigerung der keineswegs von Euphorie geprägten Stimmung in Wolfsburg führen. Um so wichtiger ist der Auftritt am Samstagabend im Borussia-Park vor 300 Zuschauern. So bleibt in puncto Form vor allem die Frage, ob man den Schwung aus den ersten Heimspielen mitnehmen kann oder ob sich der Eindruck aus dem schwachen Auftritt in Freiburg verfestigt. Die Borussia wird alles dafür tun, die drei Punkte im heimischen Stadion zu behalten – so viel ist sicher. 

Personal

Die Mannschaft macht sich erst am Spieltag selbst per Flugzeug auf den Weg nach Mönchengladbach. Nicht besonders üblich, doch in der Vergangenheit ein ums andere Mal bereits vom VfL praktiziert. Nicht zuletzt verschafft ein Tag mehr in der heimischen Umgebung zusätzliche Regeneration, besonders für die erst am Freitag ins Mannschaftstraining zurückgekehrten Nationalspieler. 

Die Kürze der Vorbereitung dürfte zur Folge haben, dass die Neuzugänge Ridle Baku (mit der U21-Nationalmannschaft unterwegs) und Maximilian Philipp (Trainingsrückstand) noch kein Thema für die erste Elf sind. Dennoch sollten beide zum Kader gehören und als ernste Alternativen von der Bank gelten. Die übrigen Nationalspieler haben teilweise am Mittwoch erst ihre letzten Länderspiele absolviert und könnten daher ebenfalls erst auf der Bank Platz nehmen. Dies gilt zum Beispiel für Xaver Schlager, der in den letzten Wochen und Monaten Saisonübergreifend einen zum Teil überspielten Eindruck erweckte. Für ihn stünden im zentralen Mittelfeld mit Yannick Gerhardt oder Josuha Guilavogui Alternativen bereit. Der für Kroatien unter der Woche stark aufspielende Josip Brekalo könnte je nach Fitnesszustand ein Thema für die erste Elf sein, sollte die Belastung jedoch auch für ihn zu hoch gewesen sein, dürfte hier Joao Victor ein Kandidat sein. Ansonsten ist davon auszugehen, dass sich mit Casteels im Tor sowie Rousillion, Lacroix, Guilavogui (oder Brooks) und Steffen die defensive Viererkette quasi von selbst aufstellt, ob der zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle (zuletzt Paulo Otavio mit einer Muskelverletzung für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt). Im Mittelfeld kommt es auf die Fitnesszustände der Nationalspieler an, favorisieren dürfte Trainer Oliver Glasner das gewohnte Mittelfeld bestehend aus Maximilian Arnold, Xaver Schlager und Admir Mehmedi. Auf den Außen spricht (aufgrund der Leistungen unter der Woche) einiges für Josip Brekalo. Ihm gegenüberliegend dürfte Joao Victor auflaufen. Das Zentrum bleibt Wout Weghorst vorbehalten. 

Taktik/Eindruck

Aller Voraussicht nach wird Oliver Glasner gegen starke Gladbacher nicht auf taktische Experimente setzen wollen. Die gewohnte 4-3-3 bzw. 4-2-3-1 Ausrichtung dürfte am Samstagabend zur Anwendung kommen. Entscheiden wird sein, wie sich das Wolfsburger Offensivspiel präsentieren wird. Die Eindrücke aus den Heimspielen ließen die VfL-Fans zwar über weite Strecken durchaus positiv gestimmt zurück, dennoch hat man es in 180 Minuten nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. Auch gegen Freiburg musste eine abgefälschte Standardsituation herhalten, um für Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu sorgen. 

Auffällig war in den letzten Spielen die fehlende Bindung Weghorsts zum VfL-Offensivspiel. Wenige Ballkontakte, einige individuelle Fehler und die fehelende Geschwindigkeit lassen den Niederländer in der bisherigen Saison eher blass wirken. Inwiefern die bis zum Ende der Transferperiode anhaltenden Wechselgerüchte ihren Anteil an einem schwachen Saisonstart der Wolfsburger Nummer 9 hatten, bleibt offen und lässt sich möglicherweise schon am Samstagabend beurteilen. 

Ein Sieg gegen Mönchengladbach wäre Goldwert, die mannschaftliche Geschlossenheit und taktische Reife der Gladbacher lässt dieses Vorhaben jedoch zu einem Himmelfahrtskommando werden. Doch auch in den Himmel haben es Menschen schon geschafft, also warum nicht auch drei Punkte für den VfL in Gladbach?!

„Tag danach“

Die Partie #BMGWOB werden wir am Sonntagvormittag in unserer neuen Rubrik „Tag danach“ intensiv aufarbeiten. Wir freuen uns drauf und hoffen nun auf einen Auswärtssieg unserer Wölfe!   

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