20. September 2021

VfL-Vorschau: #WOBDSC

Der Gast am Sonntag, den 25.10.2020 um 15:30 Uhr in der Volkswagen-Arena heißt Arminia Bielefeld. Es sind 4236 Tage seit dem letzten Ligaduell gegen die Arminen vergangen. Damals war Franz Müntefering amtierender Ehemann des Jahres, es gab eine Tierart namens Riesenpekari, es gab einen Sozialisten des Jahres mit Kurt Beck und die Verlierer des Jahres waren die Raucher, durch das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden. Und um zurück zum hier und jetzt zu kommen, bereits damals war Klima das Thema des Jahres. Damals vor 4236 Tage markierte Grafite in der 27. Minute den entscheidenden Treffer zum 0:1 für die Wölfe. Von den damals eingesetzten Spielern spielen noch Diego Benaglio, Christian Gentner, Makoto Hasebe, Jonathan Santana, Edin Dzeko, Jonas Kamper, Siyabonga Nkosi und Robert Tesche. Die Trainer damals waren Felix Magath und Michael Frontzeck. Beim morgigen Spiel können Guilavogui und Arnold sowie Fabian Klos von einem Aufeinandertreffen der beiden Vereine erzählen, es war 2015 im DFB-Pokal-Halbfinale, damals stand bei den Bielefeldern Neu-Berliner Alexander Schwolow zwischen den Pfosten. Von 25 Spielen konnten die Wölfe 12 davon gewinnen, 7-mal gab es keinen Sieger und 6-mal hieß der Sieger Arminia Bielefeld.

Man wird das Gefühl nicht los, dass irgendwas nicht stimmt im Wolfsburger Spiel. Ich bin der Meinung, dass gar nicht so viel fehlt, wie man zurzeit denkt. Vieles passiert zwischen den Ohren und da ist momentan sehr viel los. Wir stellen uns selber die Frage ob wir Sonntag ins Stadion gehen wollen oder dürfen oder wie geht es mit der Coronakrise weiter. Dieselben Fragen stellen sich die Spieler auch. Inzwischen gibt es den dritten Corona-Fall in den Kreisen der Mannschaft, da ist es nur menschlich, wenn der Kopf auch bei einem selbst oder der eigenen Familie ist. Hinzukommt die Sommerpause, welche keine wirkliche Pause war. Die Qualifikation sowie das Rückspiel gegen Donezk haben da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb finde ich es gut, dass Oliver Glasner einem Teil der Spieler während der Länderspielpause und jetzt einem Teil der Spieler ein paar Tage frei gegeben hat. Die Spieler können so wenigstens mal ein paar Tage abschalten. Des Weiteren kann man die Leistungen gut und schlecht reden. Ein Punkt gegen Gladbach, welche unter der Woche erst spät das 2:2 gegen Inter Mailand kassierten, vor 2 Monaten ist man gegen Donezk gescheitert, welche jetzt gegen Real Madrid gewonnen haben. Leverkusen ist bis heute ungeschlagen, Augsburg zog bis jetzt lediglich gegen Leipzig den kürzeren und Freiburg verlor bis jetzt auch nur gegen den BVB. Ich kann mir so jeden Gegner groß reden, aber es zeigt auch, dass die bisherigen Gegner alles andere als Laufkundschaft war. Der VfL Wolfsburg ist keines der Topteams auf dem Niveau von den oben genannten Teams, sondern eine Klasse drunter. Unter der Woche hat Oliver Glasner gefordert, dass die Mannschaft auf den Platz mehr jubelt, um eine Euphorie zu entfachen im Verein und im Umfeld. Das fehlende Jubeln passt zu dem bisherigen Saisonstart, weil man es nicht einordnen kann. Man kann sich an düstere Zeiten aus den Relegationsjahren zurückerinnern oder im fehlenden Jubel den Frust sehen, weil man sich selbst nicht belohnt. Mit Arminia Bielefeld bekommt man die Chance auf den ersten Saisonsieg. Mehr über den kommenden Gegner Arminia Bielefeld könnt ihr in der Gegnervorschau von Yannis lesen.

Form

Wäre da nicht der Fehler gewesen, der Fehler zum Elfmeter. Dieser Elfmeter wäre haltbar gewesen, da ich „wäre haltbar gewesen“ schreibe ist klar, dass es ein Tor war. Man konnte anschließend nur noch Schadensbegrenzung betreiben und mit dem 1:1 durch Goalgetter Wout Weghorst einen Punkt von Niederrhein mit nach Hause an die Aller entführen. In der Art und Weise nicht zufrieden stellend, aber mit einem Punkt in Gladbach kann man grundsätzlich zufrieden sein. Wir haben es im letzten Vorbericht und im Podcast bereits erwähnt, dass die Spiele zwischen den Länderspielpausen viele Erkenntnis bringen werden und eine Richtung für die Saison vorgeben können. Spielerisch war man in Gladbach besser als in den Spielen zu vor, aber Gladbach spielt auch einen anderen Fußball als z.B. Augsburg oder Freiburg und Bielefeld wird eher wie die Beiden als sowie Gladbach auftreten. Vor allem Riedle Baku hat frischen Wind ins Spiel gebracht. Hält man die Form aus den letzten zwei Spielen, dann sollten am Sonntagabend 3 weitere Punkte auf das Konto der Wölfe eingehen.

Personal / Taktik

Josep Brekalo heißt die traurige Personalie der Woche, gute Besserung an dieser Stelle und zum Glück ist er bis jetzt ohne Symptome. Unter der Woche zwickte es bei Wout Weghorst, aber am Freitag war er wieder im Training und wird Sonntag zur Verfügung stehen. Unter der Woche konnten Kevin Mbabu, Marin Pongracic und William wieder mit trainieren, aber ein Einsatz am Sonntag würde für die Drei zu früh kommen. Des Weiteren ist Maximilian Phillip einen Schritt weiter und könnte eventuell mehr Einsatzzeit als am vergangenen Wochenende bekommen. Joar Victor und Daniel Ginczek werden wieder im Kader stehen, nachdem sie letzte Woche nicht im Kader standen.

Im Vergleich zum Gladbach-Spiel muss Josip Brekalo ersetzt werden, eventuell schon durch Maximilian Phillip? Für die Aufstellung wird entscheiden sein, ob man wie wieder im 4-3-3 oder mit einem 4-2-3-1 auflaufen wird. Casteels, Roussillon, Brooks, Lacroix und Baku stellen sich wieder quasi von selbst auf. Ich persönlich würde gerne ein 4-3-2-1 sehen mit Guilavogui und Arnold oder Schlager. Davor spielen dann Phillip, Mehmedi und Steffen, da mir dort die Variable Phillip und Mehmedi gefällt. Beide können auf den Flügel ausweichen und das Zentrum hinter Wout Weghorst bedienen. Diese Aufstellung würde ich gerne sehen, aber halte sie für zu offensiv, wenn man wie gewohnt mit Beiden Außenverteidigern angreifen möchte. Deshalb tendiere ich zum 4-3-3 mit Arnold, Schlager und Guilavogui im Mittelfeld und davor Weghorst im Zentrum, auf dem rechten Flügel entweder Mehmedi oder Steffen. Vorne links drückt eventuell der Schuh, je nachdem wie fit Joar Victor bereits ist, sollte er Fit sein wird er wohl beginnen. Meine kurze Erklärung warum mir das 4-2-3-1 zu offensiv ist und ich lieber 4-3-3 spielen lassen würde: Da der VfL Wolfsburg immer mit beiden Außenverteidigern angreift, bleibt ein Spieler aus dem Mittelfeld beim Angriff hinten, etwa auf Höhe der Innenverteidiger. Diese Rolle übernimmt zu 90% Joshua Guilavogui, wodurch Arnold und Schlager mit Angreifen können. Bei einem Ballverlust schalten sie sofort ins Verteidigen um und sichern das Zentrum ab, die Außenverteidiger laufen nach hinten und man spielt dann bis das Umschaltspiel abgeschlossen hat mit einer 5er Kette. Die Gefahr bei dem 4-2-3-1 liegt darin, dass Arnold oder Schlager nicht spielen würde und durch einen offensiveren Spieler setzt werden würde. Es fehlt dann bei einem Ballverlust an der Defensiven Qualität bzw. das Zentrum würde dann durch Arnold oder Schlager und dem Zehner z.B. Mehmedi abgedeckt werden. Beim Schreiben ist mir aufgefallen, dass man mit Riedle Baku eine Personalie hätte, welche für das 4-2-3-1 sprechen würde. In der Gleichung würde man nur mit Baku oder Roussillon angreifen, vor allem mit Roussillon. Baku würde man dann so einsetzen wie es der FC Bayern mit Pavard macht. Er greift nur selten mit an und sichert hinten mit ab. Wobei ich dann auch mit Arnold und Schlager als Sechser spielen würde, um dann offensiv weiterhin nur mit 3 Spielern zu verteidigen und im Umschaltmoment Schlager und Arnold im Zentrum zu haben. Diese Variante ergibt die Sollbruchstelle hinten links, welche beim FC Bayern mit dem Tempo von „German Road-Runner“ Davies minimiert wurde. Man sieht es ist eine Menge möglich beim VfL Wolfsburg, aber ich würde trotzdem zum klassischen 4-3-3 greifen, weil man gegen Bielefeld 3 Punkte holen will und muss. Da ist dann keine Zeit für Experimente, wobei es natürlich spannend wäre. Wir können uns auf ein packendes Spiel gegen Arminia Bielefeld freuen, wo der Sieger hoffentlich VfL Wolfsburg heißen wird. Ich wünsche allen Zuschauern im Stadion viel Spaß und bleibt gesund!

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