20. September 2021

Vorschau: #SCFWOB

Der SC Freiburg wird zum Abschluss des 2. Spieltags den VfL Wolfsburg im heimischen Schwarzwald-Stadion empfangen. Der direkte Vergleich zwischen den beiden Mannschaften ist mit 14 Siegen, 10 Unentschieden und 12 Niederlagen für den VfL Wolfsburg relativ ausgeglichen. Das letzte Aufeinandertreffen war ein munteres 2:2 am 31. Spieltag der Vorsaison.

Mit dem 2:1 Erfolg im Pokal über Waldhof Mannheim und dem 3:2 Sieg in Stuttgart ist der Sportclub aus Freiburg erfolgreich in die Saison gestartet. Nach der ersten Traningswoche könnte der Königstransfer Baptsite Santamaria sein Debüt für die Breisgauer feiern. Wo durch viel für die Rückkehr zum Gewohnten 4-4-2 System spricht, wobei man auch von einem 4-2-2-2 oder 4-2-3-1 sprechen könnte. Personell muss sich wahrscheinlich Jeong oder Offensivmann Höler mit dem Platz auf der Bank zufrieden geben, ansonsten wird das gleiche Personal wie gegen Stuttgart auflaufen. Einhergehend mit der Rückkehr zur Doppelsechs verspricht sich Trainer Christoph Streich vor allem ein besseres Spiel gegen den Ball. Der erste Sieg in Stuttgart seit 2012 ist in der Nachbetrachtung äußerst glücklich zustandegekommen. Die Freiburger hatten fünf nennenswerte Chancen, vier davon endeten mit einem Tor, eins davon wurde zurecht aufgrund einer Abseitsstellung annulliert. Im Gegenzug hatte Stuttgart das klare Chancenübergewicht, aber konnte daraus keinen Profit schlagen. So kann man das Fazit ziehen, dass Freiburg an diesem Nachmittag effizienter war und die jüngste Mannschaft der Liga das oft zitierte Lehrgeld zahlen musste. Zumindest defensiv sollte Freiburg mit der Rückkehr zur Doppelsechs besser stehen.

Der VfL Wolfsburg muss nach dem siegreichen Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Desna (2:0) am Donnerstag ohne große Verschnaufpause am Sonntag nach Freiburg reisen. In der Pressekonferenz teilte Trainer Glasner mit, dass hinter Brekalo und Lacroix ein Fragezeichen steht, aber er guter Dinge sei. Des Weiteren lässt er durchblicken, dass die Rotationsmaschine angeschmissen wird. Auch wenn Oliver Glasner dies verneint, wird das Spiel in Athen am kommenden Donnerstag Einfluss auf die Personalauswahl haben. Die wettbewerbsübergreifende Bilanz nach vier Spielen kann sich mit drei Siegen und einem Unentschieden bei einem Torverhältnis von 10:1 definitiv sehen lassen.

Vor allem die starke Defensive wird Freiburg vor Probleme stellen. Die Wolfsburger Hintermannschaft wird es den Breisgauern nicht so leicht machen wie die der Stuttgarter. So hochwertige Chancen wie letzten Samstag sollten allenfalls Mangelware sein. Sprich: Wolfsburg steht sicherer. Allerdings ist Freiburgs Trumph die kompakte Defensivarbeit. Trainer Christian Streich hat letzte Saison nach der 0:1 Niederlage gegen Leverkusen am 29. Spieltag von dem „perfekten Spiel“ seiner Mannschaft gesprochen. Freiburg hat Leverkusen über 90 Minuten keinen Raum für Ideen gegeben und auch keine Chance zugelassen, selbst hatte man durch Höler nach einem Steckpass die Chance auf die Führung. Am Ende wurde das Spiel durch einen Geniestreich von Kai Havertz entschieden. Von der Formaus der letzten Saison ist Freiburg noch ein Stück entfernt, gegen Stuttgart haben sie unzählige Chancen zugelassen. Dort muss die Mannschaft von Oliver Glasner ansetzen und sich die Chancen erspielen. Die Wahl des Personals wird zeigen, ob man es über die Flügel probieren will oder ob man sich durch das Zentrum dem Tor von Florian Müller nähern möchte. Die letzten Partien zwischen den beiden Teams haben gezeigt, dass viel möglich ist. Es kann ein Spiel werden, in dem beide Teams sich auf ihre defensiven Stärken besinnen, wie beim letzten Spiel Heimspiel des Sportclubs, als Schmid kurz vor Schluss den einzigen Treffer des Spiels erzielt. Alternativ kann es ein Spiel werden wie am 31. Spieltag der Vorsaison oder für die Statistiker unter uns: wie das 3:3 am 21. Spieltag in der Saison 2018/19. Damals hatte Luca Waldschmidt in der 87. Minute den Ausgleich erzielt und die Vorlage zum aberkannten 4:3 der Freiburger durch Lienhart geliefert. Zum Glück ist VfL-Schreck Luca Waldschmidt ab dieser Saison in Portugal angestellt und kann dem VfL nur noch auf europäischer Ebene ärgern.

Zum Abschluss des zweiten Spieltags können wir uns auf ein interessantes Spiel auf dem kleinsten Platz der Bundesliga freuen. Das größte Fragezeichen wird 60 Minuten vor Anpfiff geklärt sein, wenn die Aufstellungen bekannt gegeben werden. Freiburg ist keine Laufkundschaft, aber der Fokus der Wölfe könnte bereits auf dem Spiel gegen Athen liegen und der damit zusammenhängenden Qualifikation für die Europa League. Lieber in Freiburg rotieren und gegen Athen aus dem Vollen schöpfen oder Freiburg mit der vollen „Kapelle“ bespielen? Oliver Glasner steht vor einer kniffligen Aufgabe.

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